Verschiedene Materialien und Oberflächen für Küchenfronten im Vergleich

Küchenfronten im Vergleich: Welches Material passt zu Ihnen?

Zuletzt aktualisiert: August 21, 2026

Die Küchenfront prägt das Erscheinungsbild einer Küche stärker als fast jedes andere Gestaltungselement. Neben Farbe und Form beeinflusst das gewählte Material aber auch, wie pflegeleicht, widerstandsfähig und langlebig die Küche im Alltag ist.

Welche Küchenfront zu Ihnen passt, hängt deshalb nicht allein von der gewünschten Optik ab. Ein lebhafter Familienhaushalt stellt andere Anforderungen an eine Oberfläche als eine selten genutzte Küche. Auch grifflose Planungen, direkte Sonneneinstrahlung, Haustiere und persönliche Pflegegewohnheiten sollten in die Entscheidung einfließen.

In diesem Ratgeber vergleichen wir die wichtigsten Materialien für Küchenfronten und erklären, worauf Sie bei Auswahl und Pflege achten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Melaminharzfronten sind preisbewusst, pflegeleicht und in zahlreichen Dekoren erhältlich.
  • Schichtstofffronten sind in der Regel stärker aufgebaut und besonders alltagstauglich.
  • FENIX und andere Spezialoberflächen bieten eine ausgesprochen matte Optik und eine angenehme Haptik.
  • Folien- und Lacklaminatfronten ermöglichen auch Rahmenformen und abgerundete Konturen.
  • Acrylfronten wirken besonders tief und brillant, können aber feine Gebrauchsspuren sichtbar machen.
  • Lackfronten überzeugen durch ihre gleichmäßige, hochwertige Oberfläche und große Farbauswahl.
  • Furnier und Massivholz besitzen eine natürliche Maserung, die jede Front individuell macht.
  • Glasfronten wirken elegant und hochwertig, benötigen jedoch einen sorgfältigen Umgang mit Kanten.

Unsere Empfehlung: Entscheiden Sie nicht ausschließlich anhand eines kleinen Farbmusters. Betrachten und berühren Sie die Front möglichst auf einer größeren Fläche und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen.

Wie ist eine Küchenfront aufgebaut?

Die Bezeichnung einer Küchenfront beschreibt häufig nur deren sichtbare Oberfläche. Im Inneren befindet sich meist eine Trägerplatte, beispielsweise aus Holzwerkstoff oder MDF. Auf dieser Trägerplatte wird die eigentliche Oberfläche aufgebracht.

Eine Küchenfront besteht daher üblicherweise aus drei Bestandteilen:

  • der Trägerplatte,
  • der sichtbaren Oberflächenbeschichtung,
  • den Kanten beziehungsweise dem umlaufenden Abschluss.

Für die Alltagstauglichkeit ist nicht nur die Oberfläche entscheidend. Auch die Qualität der Kanten und deren Verbindung mit der Trägerplatte spielt eine wichtige Rolle. Beschädigte oder nicht mehr vollständig geschlossene Kanten können Feuchtigkeit in die Trägerplatte eindringen lassen.

Nach welchen Kriterien sollten Sie Küchenfronten auswählen?

Bevor Sie sich für ein Material entscheiden, sollten Sie folgende Fragen berücksichtigen:

  • Wie intensiv wird die Küche täglich genutzt?
  • Leben Kinder oder Haustiere im Haushalt?
  • Sollen Fingerabdrücke möglichst wenig sichtbar sein?
  • Bevorzugen Sie eine matte, strukturierte oder glänzende Oberfläche?
  • Wünschen Sie eine grifflose Küche oder Fronten mit Griffen?
  • Wie viel Zeit möchten Sie für die regelmäßige Pflege aufwenden?
  • Soll die Front später möglichst einfach ausgetauscht werden können?
  • Welcher Kostenrahmen ist für die Küchenplanung vorgesehen?

Die beste Küchenfront ist nicht automatisch das teuerste Material. Entscheidend ist, dass Oberfläche, Gestaltung und Beanspruchung zu Ihrem persönlichen Alltag passen.

Melaminharzfronten: pflegeleicht und vielseitig

Bei einer Melaminharzfront wird ein mit Harz versehenes Dekorpapier direkt auf eine Holzwerkstoffplatte gepresst. Durch unterschiedliche Dekore und Oberflächenstrukturen lassen sich beispielsweise Unifarben sowie Holz-, Beton- oder Steinnachbildungen herstellen.

Melaminharzfronten gehören häufig zu den preisbewussteren Möglichkeiten und eignen sich gut für Küchen, die unkompliziert und alltagstauglich sein sollen.

Vorteile:

  • große Auswahl an Farben und Dekoren,
  • pflegeleichte Oberfläche,
  • gutes Verhältnis zwischen Preis und Alltagstauglichkeit,
  • häufig vergleichsweise unempfindlich gegenüber normalen Gebrauchsspuren.

Das sollten Sie beachten:

Die Oberfläche selbst ist geschlossen, die Kanten bleiben jedoch ein wichtiger Qualitätsfaktor. Beschädigungen sollten nicht dauerhaft mit Wasser oder Wasserdampf belastet werden. Auch eine Melaminharzfront ist weder schnittfest noch gegen jede chemische oder mechanische Belastung geschützt.

Schichtstofffronten: robust für den Küchenalltag

Schichtstoff besteht aus mehreren unter Druck miteinander verbundenen Schichten und wird auf eine Trägerplatte aufgebracht. Im Vergleich zu einer direkt beschichteten Melaminharzfront ist die eigentliche Oberflächenschicht meist stärker aufgebaut.

Schichtstofffronten gelten deshalb als ausgesprochen alltagstauglich. Sie sind eine interessante Wahl für Familienküchen und andere Küchen, die häufig und intensiv genutzt werden.

Vorteile:

  • robuste und pflegeleichte Oberfläche,
  • große Dekor- und Strukturauswahl,
  • gut für intensiv genutzte Küchen geeignet,
  • meist weniger empfindlich als hochglänzende Lackoberflächen.

Das sollten Sie beachten:

Auch Schichtstoff ist nicht unverwüstlich. Scheuernde Reiniger, harte Schwämme und scharfkantige Gegenstände können sichtbare Spuren verursachen. Für die Beständigkeit gegen Feuchtigkeit sind außerdem die Ausführung und der Zustand der Kanten entscheidend.

FENIX und andere extrem matte Spezialoberflächen

FENIX ist keine allgemeine Bezeichnung für jede matte Küchenfront, sondern eine geschützte Marke für spezielle Oberflächenmaterialien. Die Oberfläche zeichnet sich durch eine sehr geringe Lichtreflexion, eine weiche Haptik und Anti-Fingerprint-Eigenschaften aus.

Oberflächliche Mikrokratzer können bei dafür geeigneten FENIX-Produkten unter Beachtung der Herstelleranleitung thermisch behandelt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich tiefe Kratzer oder andere Beschädigungen grundsätzlich entfernen lassen.

Vorteile:

  • besonders matte und ruhige Flächenwirkung,
  • angenehm weiche Haptik,
  • Fingerabdrücke sind häufig weniger deutlich sichtbar,
  • oberflächliche Mikrokratzer können je nach Produkt thermisch behandelbar sein.

Das sollten Sie beachten:

Nicht jede ähnlich aussehende, ultramatte Front ist eine FENIX-Oberfläche. Auch Pflege und Reparaturmöglichkeiten sind nicht automatisch identisch. Lassen Sie sich deshalb die genaue Materialbezeichnung und die dazugehörigen Pflegehinweise aushändigen.

Anti-Fingerprint-Fronten: Oberfläche statt eigenes Material

Der Begriff Anti-Fingerprint bezeichnet kein eigenständiges Grundmaterial. Es handelt sich um eine besondere Oberflächeneigenschaft, die bei unterschiedlichen Frontmaterialien angeboten werden kann.

Solche Oberflächen reduzieren die Sichtbarkeit typischer Berührungsspuren. Vollständig verhindern können sie Verschmutzungen und Fingerabdrücke jedoch nicht. Wie wirksam die Eigenschaft ist und welche Reinigung erlaubt ist, hängt vom konkreten Produkt ab.

Anti-Fingerprint-Oberflächen sind besonders interessant für grifflose Küchen, da die Fronten hier häufiger direkt berührt werden.

Folienfronten: vielseitig bei Formen und Profilen

Bei Folienfronten wird eine thermoplastische Folie auf eine Trägerplatte aufgebracht. Die Folie kann sich auch um profilierte oder abgerundete Fronten legen. Dadurch eignet sie sich unter anderem für Kassetten-, Rahmen- und Landhausfronten.

Die Qualität einer Folienfront hängt wesentlich von der verwendeten Folie, dem Klebeverfahren, der Trägerplatte und der Verarbeitung ab. Eine pauschale Bewertung aller Folienfronten ist daher nicht sinnvoll.

Vorteile:

  • zahlreiche Farben und Dekore,
  • auch für profilierte Frontformen geeignet,
  • fugenarme Gestaltung der Vorderseite,
  • häufig günstiger als eine vergleichbare Echtlackfront.

Das sollten Sie beachten:

Anhaltend hohe Wärme, Wasserdampf oder Feuchtigkeit können insbesondere im Bereich von Kanten und Verklebungen problematisch werden. Wichtig sind eine fachgerechte Planung, ausreichend Abstand zu Wärmequellen und die Beachtung der Herstellerangaben.

Lacklaminat- und PET-Fronten

Lacklaminatfronten bestehen häufig aus einer lackierten Kunststoff- beziehungsweise PET-Oberfläche, die auf eine Trägerplatte aufgebracht wird. Sie sind in matten und glänzenden Ausführungen erhältlich und stellen optisch eine Alternative zu klassischen Lackfronten dar.

Vorteile:

  • gleichmäßiges Oberflächenbild,
  • in matten und glänzenden Varianten verfügbar,
  • häufig attraktives Verhältnis zwischen Optik und Preis,
  • je nach Ausführung auch für Rahmenfronten geeignet.

Das sollten Sie beachten:

Die Begriffe Folie, Lacklaminat und PET werden von Herstellern nicht immer identisch verwendet. Lassen Sie sich daher den genauen Aufbau der angebotenen Front erklären. Kratz-, Wärme- und Reinigungsbeständigkeit können sich je nach Produkt deutlich unterscheiden.

Acrylfronten: brillante Tiefenwirkung

Acrylfronten sind vor allem für ihre glasähnliche Tiefenwirkung bekannt. Neben hochglänzenden Varianten werden inzwischen auch matte Acryloberflächen angeboten.

Vorteile:

  • hohe optische Tiefenwirkung,
  • gleichmäßige und elegante Oberfläche,
  • Alternative zu Glas- oder Hochglanzlackfronten,
  • in verschiedenen Glanzgraden erhältlich.

Das sollten Sie beachten:

Auf hochglänzenden Flächen können Fingerabdrücke, Staub und feine Gebrauchsspuren stärker auffallen. Neu montierte Fronten besitzen teilweise eine Schutzfolie. Nach deren Entfernung kann die Oberfläche je nach Hersteller noch einige Zeit zur endgültigen Aushärtung benötigen.

Verwenden Sie während dieser Zeit und bei der späteren Pflege ausschließlich die vom Hersteller freigegebenen Hilfsmittel.

Lackfronten: hochwertig und farblich vielseitig

Bei Lackfronten wird die Oberfläche der Trägerplatte in mehreren Arbeitsschritten lackiert. Wie viele Schichten tatsächlich verarbeitet werden, hängt vom Hersteller und vom jeweiligen Frontprogramm ab. Eine allgemeingültige Schichtenzahl gibt es nicht.

Lack ermöglicht eine sehr gleichmäßige Oberfläche und eine große Farbauswahl. Unterschieden wird hauptsächlich zwischen Mattlack, strukturiertem Lack und Hochglanzlack.

Mattlackfronten

Mattlackfronten erzeugen eine ruhige, elegante Flächenwirkung. Je nach Ausführung können Berührungsspuren weniger auffallen als auf Hochglanzfronten. Besonders dunkle, gleichmäßig matte Flächen zeigen Fettspuren jedoch häufig deutlich.

Durch starkes Reiben oder ungeeignete Reinigungsmittel können sogenannte Aufglänzungen entstehen. Dabei werden einzelne Stellen sichtbar glänzender als die übrige Fläche.

Mikrostruktur- und Strukturlack

Bei diesen Fronten besitzt der Lack eine fühlbare Feinstruktur. Diese kann kleinere Alltagsspuren optisch zurücknehmen und verleiht der Front eine besondere Haptik.

Wie gut sich Verschmutzungen entfernen lassen, hängt von der Tiefe der Struktur und der konkreten Lackausführung ab. Auch hier haben die Pflegehinweise des Küchenherstellers Vorrang.

Hochglanzlack

Hochglanzlack reflektiert Licht und kann kleine oder dunklere Räume optisch offener erscheinen lassen. Die spiegelnde Oberfläche erzeugt eine besonders ausgeprägte Farb- und Tiefenwirkung.

Fingerabdrücke, Staub und feine Kratzer können auf Hochglanz jedoch schneller sichtbar werden. Scheuernde Reiniger, raue Schwämme und ungeeignete Mikrofasertücher sind daher zu vermeiden.

Furnierfronten: natürliches Holzbild auf stabiler Trägerplatte

Bei einer Furnierfront wird eine dünne Schicht aus echtem Holz auf eine Trägerplatte aufgebracht. Anders als bei einem Holzdekor besitzt Furnier eine natürliche Maserung. Farb- und Strukturunterschiede sind gewollte Merkmale des Materials.

Vorteile:

  • jede Front besitzt eine individuelle Holzzeichnung,
  • natürliche Optik und Haptik,
  • leichter und formstabiler als viele massive Konstruktionen,
  • gut mit modernen Materialien kombinierbar.

Das sollten Sie beachten:

Holz kann sich unter Lichteinwirkung farblich verändern. Abhängig von der Oberflächenbehandlung reagieren furnierte Fronten außerdem unterschiedlich auf Feuchtigkeit und Reinigungsmittel. Flüssigkeiten sollten deshalb zeitnah entfernt werden.

Massivholzfronten: charaktervoll und langlebig

Massivholzfronten bestehen aus echtem Holz. Allerdings ist nicht jede als Massivholzfront bezeichnete Ausführung vollständig massiv aufgebaut. Häufig besteht eine Rahmenfront aus massivem Holz, während die Füllung furniert ist. Lassen Sie sich den genauen Aufbau deshalb erläutern.

Vorteile:

  • natürliche und individuelle Maserung,
  • warme Haptik,
  • hochwertige und zeitlose Wirkung,
  • kleinere Gebrauchsspuren lassen sich je nach Oberflächenbehandlung teilweise aufarbeiten.

Das sollten Sie beachten:

Holz reagiert auf Raumklima, Feuchtigkeit und Licht. Leichte Farbveränderungen sowie Unterschiede in Maserung und Struktur gehören zum natürlichen Erscheinungsbild. Für die Pflege ist entscheidend, ob die Oberfläche lackiert, geölt oder anderweitig behandelt wurde.

Weitere Hinweise finden Sie in unserem Ratgeber Massivholzelemente richtig pflegen.

Glasfronten: elegant und außergewöhnlich

Glasfronten bestehen häufig aus einer rückseitig lackierten oder satinierten Glasscheibe, die auf einem Trägermaterial befestigt wird. Welche Glasart verwendet wird, muss anhand des konkreten Frontprogramms geprüft werden.

Vorteile:

  • hochwertige und elegante Flächenwirkung,
  • lichtechte Farbwirkung bei rückseitiger Lackierung,
  • glatte Oberflächen lassen sich meist gut reinigen,
  • in glänzenden und satinierten Varianten erhältlich.

Das sollten Sie beachten:

Obwohl geeignete Glasfronten für den Küchenalltag ausgelegt sind, können insbesondere Kanten durch harte Stöße beschädigt werden. Glänzendes Glas macht Fingerabdrücke schneller sichtbar, während satinierte Flächen besondere Pflegevorgaben haben können.

Metall-, Edelstahl-, Stein- und Keramikfronten

Für außergewöhnliche Küchenplanungen stehen auch Fronten mit Metall-, Edelstahl-, Naturstein- oder Keramikoberflächen zur Verfügung. Häufig handelt es sich dabei nicht um massive Fronten, sondern um dünne Deckschichten auf einer geeigneten Trägerplatte.

Metalloberflächen können im Gebrauch eine individuelle Patina entwickeln. Stein und Keramik wirken besonders hochwertig, erhöhen aber abhängig vom Aufbau das Gewicht der Front. Kanten und Befestigungen müssen entsprechend geplant werden.

Diese Materialien werden meist gezielt als Akzent eingesetzt, beispielsweise an einer Kücheninsel, einem Hochschrank oder einzelnen Auszügen.

Warum die Kante der Küchenfront wichtig ist

Bei beschichteten Fronten verbindet die Kante die sichtbare Oberfläche mit der Trägerplatte. Sie beeinflusst nicht nur die Optik, sondern schützt den Aufbau auch gegen alltägliche Belastungen.

Achten Sie bei der Auswahl auf:

  • saubere und gleichmäßige Übergänge,
  • eine zum Frontdekor passende Kantenfarbe,
  • eine möglichst unauffällige Fuge,
  • die fachgerechte Verarbeitung an Spüle, Geschirrspüler und Backofen,
  • ausreichenden Schutz vor dauerhaftem Wasserdampf.

Auch eine hochwertige Front kann Schaden nehmen, wenn eine bereits beschädigte Kante dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt wird.

Matte oder glänzende Küchenfronten?

Ob eine matte oder glänzende Oberfläche besser geeignet ist, hängt von Ihrem Geschmack, der Raumsituation und Ihren Pflegegewohnheiten ab.

Matte Fronten wirken ruhig, modern und zurückhaltend. Dunkle, sehr matte Farben können Fettspuren allerdings deutlich zeigen. Anti-Fingerprint-Oberflächen können die Sichtbarkeit reduzieren.

Glänzende Fronten reflektieren Licht und können Räumen mehr optische Tiefe geben. Gleichzeitig werden Fingerabdrücke, Staub und feine Kratzer häufig schneller sichtbar.

Auch die Beleuchtung verändert die Wirkung einer Oberfläche erheblich. Hinweise zur Abstimmung von Licht, Farben und Materialien finden Sie in unserem Beitrag Küchenbeleuchtung richtig planen.

Welche Küchenfront eignet sich für Familien?

In einem Haushalt mit Kindern oder Haustieren sind widerstandsfähige und unkompliziert zu reinigende Oberflächen besonders sinnvoll. Direkt beschichtete Melaminharzfronten und hochwertige Schichtstofffronten sind dafür häufig eine gute Wahl.

Auch matte Spezialoberflächen können geeignet sein, wenn Fingerabdrücke weniger sichtbar bleiben sollen. Berücksichtigen Sie aber stets die konkreten Pflegevorgaben und die Empfindlichkeit der Kanten.

Sehr dunkle Hochglanzfronten oder empfindliche Echtlackoberflächen sind nicht grundsätzlich ungeeignet. Sie erfordern im lebhaften Alltag lediglich meist etwas mehr Aufmerksamkeit.

Wie werden Küchenfronten richtig gereinigt?

Für alle Frontmaterialien gilt: Die Pflegeanleitung des jeweiligen Küchen- beziehungsweise Frontenherstellers hat Vorrang. Nicht jedes Reinigungsmittel ist für jede Oberfläche geeignet.

Als vorsichtige Grundregel empfiehlt sich:

  • Verschmutzungen möglichst zeitnah entfernen,
  • zunächst ein weiches, sauberes und fusselfreies Baumwolltuch verwenden,
  • Reiniger nicht direkt auf die Front sprühen,
  • Oberflächen nicht durchnässen,
  • Feuchtigkeit an Kanten und Fugen sofort aufnehmen,
  • keine Scheuermittel, Scheuerschwämme oder Schmutzradierer verwenden,
  • Reinigungsmittel zunächst an einer unauffälligen Stelle testen.

Die meisten handelsüblichen Mikrofasertücher sind für empfindliche Küchenfronten nicht geeignet. Es gibt einzelne, besonders weiche Mikrofasertücher, die für bestimmte Oberflächen freigegeben sein können. Wenn Sie nicht sicher wissen, ob Ihr Tuch und Ihre Front dafür geeignet sind, verwenden Sie lieber ein weiches Baumwolltuch.

Für die regelmäßige Pflege können wir außerdem unseren speziell für Küchenfronten vorgesehenen WM Küchenfronten-Reiniger empfehlen.

Eine ausführliche Anleitung für verschiedene Verschmutzungen und Frontmaterialien finden Sie in unserem Ratgeber Flecken auf Küchenfronten richtig entfernen.

Welche Küchenfront ist besonders nachhaltig?

Die Nachhaltigkeit einer Küchenfront lässt sich nicht allein anhand der Materialbezeichnung beurteilen. Herkunft der Rohstoffe, Produktionsverfahren, Transport, Reparaturmöglichkeiten und spätere Entsorgung spielen ebenfalls eine Rolle.

Besonders wichtig ist eine lange Nutzungsdauer. Eine Front, die zu Ihren Anforderungen passt und über viele Jahre genutzt wird, kann sinnvoller sein als eine vermeintlich umweltfreundliche Oberfläche, die frühzeitig ausgetauscht werden muss.

Achten Sie daher auf:

  • nachvollziehbare Material- und Herstellerinformationen,
  • eine hochwertige Verarbeitung der Kanten,
  • zeitlose Farben und Dekore,
  • die Möglichkeit, einzelne Fronten nachzubestellen,
  • eine fachgerechte Montage und regelmäßige Pflege.

Häufige Fragen zu Küchenfronten

Welche Küchenfront ist am robustesten?

Hochwertige Schichtstofffronten gehören meist zu den robustesten und alltagstauglichsten Lösungen. Die tatsächliche Widerstandsfähigkeit hängt jedoch vom jeweiligen Produkt, der Kantenverarbeitung und der Nutzung ab.

Welche Küchenfront ist am pflegeleichtesten?

Glatte Melaminharz- und Schichtstofffronten lassen sich häufig besonders unkompliziert reinigen. Auf stark strukturierten, sehr dunklen oder hochglänzenden Flächen können Verschmutzungen schneller auffallen.

Was ist besser: Lack oder Folie?

Lack bietet eine besonders gleichmäßige und hochwertige Oberfläche sowie eine große Farbauswahl. Folie beziehungsweise Lacklaminat ermöglicht dagegen häufig profilierte Formen zu einem günstigeren Preis. Welche Variante besser passt, hängt von Gestaltung, Nutzung und Budget ab.

Was ist der Unterschied zwischen Holzdekor und Furnier?

Ein Holzdekor bildet die Optik von Holz auf einer beschichteten Oberfläche nach. Furnier besteht dagegen aus einer dünnen Schicht echten Holzes. Furnier besitzt deshalb natürliche Unterschiede in Farbe und Maserung.

Verhindern Anti-Fingerprint-Fronten alle Fingerabdrücke?

Nein. Die Oberfläche kann die Sichtbarkeit von Fingerabdrücken deutlich reduzieren, verhindert Verschmutzungen aber nicht vollständig. Die Wirkung unterscheidet sich je nach Hersteller, Farbe und Oberflächenstruktur.

Lassen sich Kratzer aus FENIX-Fronten entfernen?

Bei geeigneten FENIX-Oberflächen können oberflächliche Mikrokratzer nach Herstelleranleitung thermisch behandelt werden. Tiefe Kratzer, Schnitte oder beschädigte Kanten lassen sich dadurch nicht reparieren.

Darf ich Küchenfronten mit einem Mikrofasertuch reinigen?

Die meisten handelsüblichen Mikrofasertücher sollten auf empfindlichen Küchenfronten nicht verwendet werden. Nur besonders weiche, ausdrücklich freigegebene Tücher kommen infrage. Im Zweifel ist ein weiches und sauberes Baumwolltuch die sicherere Wahl.

Können Küchenfronten später ausgetauscht werden?

Grundsätzlich können Fronten häufig ersetzt werden, sofern Maße, Bohrbilder, Beschläge und Programme noch verfügbar sind. Bei einer älteren Küche können Farbveränderungen dazu führen, dass eine neue Front optisch von den vorhandenen Fronten abweicht.

Fazit: Die Küchenfront muss zu Ihrem Alltag passen

Keine Küchenfront ist in jeder Hinsicht allen anderen Materialien überlegen. Schichtstoff und Melaminharz überzeugen häufig durch ihre Alltagstauglichkeit. Lack, Acryl und Glas bieten eine besonders elegante Wirkung. Furnier und Massivholz bringen natürliche Strukturen in den Raum, während FENIX und andere Spezialoberflächen eine moderne, extrem matte Gestaltung ermöglichen.

Am besten vergleichen Sie die Materialien nicht nur anhand von Bildern. Farbe, Haptik, Lichtreflexion, Kanten und Pflegeeigenschaften lassen sich an echten Frontmustern wesentlich besser beurteilen.

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