Einbau-Kaffeevollautomat in einem Hochschrank einer modernen Küche

Einbau-Kaffeevollautomat: Lohnt sich das fest integrierte Gerät?

Aktualisiert am 26. August 2026
11 Min. Lesezeit

Ein Einbau-Kaffeevollautomat integriert die Kaffeezubereitung dauerhaft in die Küchenfront. Das Gerät beansprucht keine Arbeitsfläche, lässt sich auf einer angenehmen Höhe bedienen und kann optisch auf Backofen, Dampfgarer oder weitere Einbaugeräte abgestimmt werden. Dafür benötigt es einen festen Schrankplatz und muss ebenso konsequent gereinigt werden wie ein freistehender Vollautomat.

Ob sich ein Einbau-Kaffeevollautomat lohnt, hängt daher nicht allein von der gewünschten Optik ab. Entscheidend sind Kaffeekonsum, Platzangebot, Pflegebereitschaft, Bedienung und die langfristige Küchenplanung.

Inhalt dieses Ratgebers

  • Was ist ein Einbau-Kaffeevollautomat?
  • Für wen lohnt sich das Einbaugerät?
  • Welche Vorteile und Nachteile gibt es?
  • Einbaugerät oder freistehender Vollautomat?
  • Welche Kaffeespezialitäten und Einstellungen sind sinnvoll?
  • Wassertank oder Festwasseranschluss?
  • Was ist beim Milchsystem zu beachten?
  • Wie aufwendig ist die Reinigung?
  • Welche Folgekosten entstehen?
  • Was muss bei der Küchenplanung beachtet werden?
  • Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Einbau-Kaffeevollautomat?

Ein Einbau-Kaffeevollautomat wird fest in einen dafür vorgesehenen Hochschrank integriert. Ähnlich wie ein Kompaktbackofen bildet er mit der Küchenfront eine gestalterische Einheit. Das Gerät mahlt die Kaffeebohnen portionsweise und bereitet abhängig von seiner Ausstattung Espresso, Kaffee und verschiedene Milchgetränke zu.

Viele Modelle ermöglichen individuelle Einstellungen für:

  • Kaffeestärke,
  • Getränkemenge,
  • Mahlgrad,
  • Brühtemperatur,
  • Milch- und Milchschaummenge sowie
  • persönliche Getränkeprofile.

Welche Einstellungen tatsächlich verfügbar sind, unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell. Nicht jede Funktion ist für jeden Haushalt relevant. Wichtiger als eine möglichst große Getränkeauswahl sind eine verständliche Bedienung und eine unkomplizierte Reinigung.

Für wen lohnt sich ein Einbau-Kaffeevollautomat?

Ein fest integrierter Kaffeevollautomat kann sinnvoll sein, wenn täglich mehrere Tassen oder unterschiedliche Kaffeespezialitäten zubereitet werden und eine dauerhaft aufgeräumte Küchenlösung gewünscht ist.

Besonders interessant ist das Gerät für Haushalte, die:

  • täglich Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen trinken,
  • regelmäßig Cappuccino, Latte macchiato oder andere Milchgetränke zubereiten,
  • Arbeitsfläche freihalten möchten,
  • eine optisch einheitliche Gerätewand wünschen,
  • den Kaffeeautomaten auf ergonomischer Höhe bedienen möchten oder
  • häufig mehrere Gäste mit unterschiedlichen Getränken bewirten.

Weniger sinnvoll ist ein Einbaugerät möglicherweise, wenn nur gelegentlich Kaffee getrunken wird, hauptsächlich Filterkaffee gewünscht ist oder die verfügbare Hochschrankfläche für wichtigeren Stauraum beziehungsweise andere Geräte benötigt wird.

Entscheidungsregel: Ein Einbau-Kaffeevollautomat lohnt sich vor allem dann, wenn Sie ihn regelmäßig nutzen und die feste Integration langfristig wünschen. Für gelegentliche Nutzung ist eine flexible, freistehende Lösung häufig wirtschaftlicher.

Welche Vorteile hat ein Einbau-Kaffeevollautomat?

Freie Arbeitsfläche

Da das Gerät in den Hochschrank integriert wird, bleibt die Arbeitsplatte für die Vorbereitung von Speisen und andere Tätigkeiten frei. Das kann insbesondere in kleineren Küchen oder auf stark genutzten Arbeitsflächen ein Vorteil sein.

Ruhiges Küchenbild

Einbaugeräte lassen sich gestalterisch auf Backofen, Dampfgarer oder Wärmeschublade abstimmen. Einheitliche Farben, Materialien, Griffkonzepte und Displaygestaltungen können eine zusammenhängende Gerätewand bilden.

Angenehme Bedienhöhe

Das Gerät kann so eingeplant werden, dass Auslauf, Bedienfeld und Behälter gut erreichbar sind. Dadurch entfällt die Bedienung weit hinten auf der Arbeitsplatte.

Getränke auf Knopfdruck

Abhängig vom Modell lassen sich verschiedene Kaffee- und Milchspezialitäten automatisch zubereiten. Einige Geräte können zwei Getränke gleichzeitig ausgeben oder persönliche Einstellungen speichern.

Fester Platz für die Kaffeestation

Kaffeezubehör, Tassen, Bohnen und Pflegemittel können in benachbarten Schränken oder Auszügen untergebracht werden. Dadurch entsteht ein klar organisierter Getränkebereich.

Welche Nachteile sollten Sie bedenken?

Dauerhaft belegter Schrankplatz

Der Einbau-Kaffeevollautomat beansprucht eine vollständige Gerätenische. Dieser Platz steht nicht mehr für Vorräte, Geschirr oder ein anderes Einbaugerät zur Verfügung.

Höherer Anschaffungspreis

Einbaugeräte sind häufig teurer als vergleichbar ausgestattete freistehende Vollautomaten. Hinzu kommen die passende Möbelplanung und gegebenenfalls besondere Anschlüsse.

Weniger flexibel beim Austausch

Ein freistehender Vollautomat lässt sich relativ unkompliziert ersetzen. Bei einem Einbaugerät müssen Nischenmaß, Belüftung, Möbelfront und gestalterische Einbindung berücksichtigt werden. Ein späteres Nachfolgemodell sollte zur vorhandenen Einbausituation passen.

Regelmäßige Pflege bleibt notwendig

Automatische Spülprogramme erleichtern die Pflege, ersetzen aber nicht alle Reinigungsarbeiten. Tropfschale, Kaffeesatzbehälter, Auslauf, Milchsystem und weitere zugängliche Teile müssen entsprechend der Bedienungsanleitung gereinigt werden.

Wartung kann aufwendiger sein

Bei einem fest eingebauten Gerät muss die Konstruktion so geplant sein, dass Wartung und Reparatur möglich bleiben. Je nach Modell wird das Gerät dafür aus der Nische gezogen oder über eine Servicetür zugänglich gemacht.

Einbaugerät oder freistehender Kaffeevollautomat?

Kriterium Einbau-Kaffeevollautomat Freistehender Vollautomat
Optik Fest und ruhig in die Küchenfront integriert Sichtbares Einzelgerät auf der Arbeitsfläche
Arbeitsfläche Bleibt frei Gerät benötigt eine geeignete Stellfläche
Flexibilität An Gerätenische und Küchenplanung gebunden Leichter umzustellen oder auszutauschen
Einbauhöhe Individuell innerhalb der technischen Vorgaben planbar Von der Höhe der Arbeitsfläche abhängig
Anschaffung Häufig höherer Preis und Möbelbedarf Große Auswahl in unterschiedlichen Preisklassen
Reinigung Regelmäßige Pflege von Milchsystem, Brüheinheit und Behältern Vergleichbarer Pflegebedarf abhängig vom Modell

Geschmacklich ist ein Einbaugerät nicht grundsätzlich besser als ein freistehender Automat. Entscheidend sind unter anderem Bohnen, Mahlgrad, Brühsystem, Einstellungen, Wasserqualität und Pflegezustand.

Passt ein Einbau-Kaffeevollautomat zu Ihrer Küche?

Gerätenische, Einbauhöhe, Anschlüsse und Stauraum sollten gemeinsam geplant werden. Unsere Küchenexperten zeigen Ihnen, welche fest integrierte oder freistehende Lösung zu Ihren Gewohnheiten passt.

Kaffeestation planen lassen

Welche Kaffeespezialitäten sollte das Gerät beherrschen?

Überlegen Sie, welche Getränke tatsächlich regelmäßig zubereitet werden. Wer hauptsächlich Espresso und Kaffee trinkt, benötigt kein besonders aufwendiges Milchsystem. Für Cappuccino, Latte macchiato oder Flat White sind dagegen eine komfortable Milchzuführung und eine leicht verständliche Reinigung wichtig.

Je nach Modell können unter anderem folgende Getränke verfügbar sein:

  • Espresso,
  • Ristretto,
  • Kaffee beziehungsweise Café crème,
  • Espresso macchiato,
  • Cappuccino,
  • Latte macchiato,
  • Flat White,
  • Milchschaum,
  • warme Milch und
  • Heißwasser.

Eine große Getränkeliste bedeutet nicht automatisch, dass sich jede Spezialität geschmacklich grundlegend unterscheidet. Oft verändern Programme vor allem Menge, Reihenfolge und Verhältnis von Kaffee, Milch und Milchschaum.

Welche Einstellungen sind wirklich nützlich?

Kaffeestärke und Getränkemenge

Diese Einstellungen gehören zu den wichtigsten Anpassungsmöglichkeiten. Sie erlauben es, das Getränk an Tassengröße und persönlichen Geschmack anzupassen.

Mahlgrad

Der Mahlgrad beeinflusst die Extraktion. Er sollte entsprechend den Herstellerangaben und häufig nur bei laufendem Mahlwerk verändert werden. Zu große oder zu schnelle Änderungen können ein unausgewogenes Ergebnis verursachen.

Brühtemperatur

Unterschiedliche Bohnen und Röstungen können von angepassten Temperaturen profitieren. Im Alltag sollte die Einstellung einfach erreichbar sein und nicht bei jedem Getränk erneut vorgenommen werden müssen.

Benutzerprofile

Persönliche Profile sind praktisch, wenn mehrere Personen unterschiedliche Mengen und Kaffeestärken bevorzugen. Prüfen Sie, wie viele Einstellungen gespeichert und wie einfach diese aufgerufen werden können.

Zubereitung von zwei Tassen

Wer regelmäßig zwei Personen gleichzeitig versorgt, kann von einer Doppeltassenfunktion profitieren. Prüfen Sie, ob diese nur für schwarzen Kaffee oder auch für Milchgetränke verfügbar ist.

Wassertank oder Festwasseranschluss?

Viele Einbau-Kaffeevollautomaten besitzen einen herausnehmbaren Wassertank. Dieser muss regelmäßig aufgefüllt und gereinigt werden. Wichtig ist, dass er sich bei der geplanten Einbauhöhe bequem entnehmen lässt.

Einige Geräte oder Modellvarianten können mit einem Festwasseranschluss ausgestattet sein. Dadurch entfällt das regelmäßige Auffüllen des Tanks. Dafür steigen die Anforderungen an Planung, Anschluss und fachgerechte Installation.

Wasserversorgung Vorteile Zu beachten
Herausnehmbarer Wassertank Keine feste Wasserleitung zum Gerät erforderlich Regelmäßiges Auffüllen und Reinigen notwendig
Festwasseranschluss Hoher Komfort bei häufiger Nutzung Anschluss, Absicherung, Zugänglichkeit und Herstelleranforderungen frühzeitig planen

Ob ein Festwasseranschluss tatsächlich sinnvoll ist, hängt von der täglichen Getränkemenge und der konkreten Küche ab. Für wenige Tassen am Tag kann ein gut zugänglicher Wassertank vollkommen ausreichend sein.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität?

Wasser beeinflusst Geschmack, Kalkbildung und Pflegebedarf. Die Wasserhärte sollte entsprechend der Bedienungsanleitung am Gerät eingestellt werden. Nur so können Reinigungs- und Entkalkungshinweise passend berechnet werden.

Viele Geräte können mit einem geeigneten Wasserfilter betrieben werden. Dieser muss regelmäßig ersetzt werden und verursacht laufende Kosten. Ob und welcher Filter verwendet werden darf, richtet sich nach dem jeweiligen Gerät und den Herstellerangaben.

Verwenden Sie zum Entkalken ausschließlich die vom Gerätehersteller freigegebenen Mittel und Verfahren. Hausmittel wie Essig können ungeeignet sein und Bauteile oder Dichtungen beeinträchtigen.

Was ist beim Milchsystem zu beachten?

Milchsysteme unterscheiden sich deutlich in Aufbau und Bedienung. Manche Geräte besitzen einen integrierten Milchbehälter, andere saugen die Milch über einen Schlauch direkt aus einem separaten Behälter an.

Prüfen Sie vor dem Kauf:

  • Wie wird die Milch angeschlossen?
  • Lässt sich der Milchbehälter im Kühlschrank aufbewahren?
  • Welche Teile müssen nach der Benutzung gereinigt werden?
  • Welche Reinigung übernimmt das Gerät automatisch?
  • Lassen sich Schlauch, Düsen und Behälter leicht entnehmen?
  • Sind geeignete Ersatzteile und Schläuche verfügbar?

Wichtig: Eine automatische Spülung erleichtert die Pflege, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass das gesamte Milchsystem ohne manuelle Reinigung hygienisch sauber bleibt. Maßgeblich ist immer die Bedienungsanleitung des konkreten Geräts.

Wie aufwendig ist die Reinigung?

Kaffeebohnen enthalten Öle und Fette, während warme Milch besonders hohe Anforderungen an die Hygiene stellt. Regelmäßige Reinigung ist deshalb keine optionale Zusatzaufgabe, sondern Voraussetzung für Geschmack, Funktion und Hygiene.

Je nach Modell gehören dazu:

  • Tropfschale leeren und reinigen,
  • Kaffeesatzbehälter leeren,
  • Wassertank reinigen,
  • Kaffeeauslauf säubern,
  • Milchschlauch, Düsen und Milchbehälter reinigen,
  • zugängliche Brüheinheit nach Herstellerangabe pflegen,
  • automatische Reinigungsprogramme durchführen und
  • das Gerät bei entsprechender Anzeige entkalken.

Einige Teile können spülmaschinengeeignet sein, andere dürfen nur von Hand gereinigt werden. Prüfen Sie diese Angaben vor dem Kauf. Besonders wichtig ist, ob sich alle regelmäßig zu reinigenden Bereiche bequem erreichen und wieder einsetzen lassen.

Herausnehmbare oder fest eingebaute Brüheinheit?

Bei einigen Geräten kann die Brüheinheit entnommen und entsprechend der Anleitung gereinigt werden. Andere Hersteller setzen auf eine fest integrierte Brüheinheit mit automatischen Reinigungsprogrammen.

Beide Konzepte verfolgen unterschiedliche technische Ansätze. Eine herausnehmbare Brüheinheit ermöglicht den direkten Zugang, verlangt aber eine regelmäßige korrekte Handhabung. Eine fest eingebaute Einheit reduziert diese Handgriffe, ist dafür stärker auf die vorgesehenen Reinigungsprogramme angewiesen.

Entscheidend ist, dass Sie das Pflegekonzept verstehen und dauerhaft umsetzen möchten.

Welche Folgekosten entstehen?

Neben Bohnen und Milch können je nach Modell weitere laufende Kosten entstehen:

  • Wasserfilter,
  • Reinigungstabletten,
  • Entkalkungsmittel,
  • Milchschläuche und Düsen,
  • Pflegeprodukte,
  • Wartung und Reparatur sowie
  • gegebenenfalls weiteres herstellerspezifisches Zubehör.

Informieren Sie sich vor der Kaufentscheidung, welche Verbrauchsmaterialien benötigt werden und wie leicht diese erhältlich sind. Auch Ersatzteilversorgung und Kundendienst sollten in die Auswahl einfließen.

Welche Einbauhöhe ist richtig?

Die richtige Einbauhöhe richtet sich nach den regelmäßigen Nutzern und nach der Bauform des Geräts. Display und Auslauf sollten gut sichtbar sein, während Wassertank, Bohnenbehälter, Tropfschale und Kaffeesatzbehälter bequem entnommen werden können.

Ein zu hoch eingebautes Gerät kann das Nachfüllen von Wasser und Bohnen erschweren. Bei einer zu niedrigen Position muss man sich für Bedienung und Reinigung unnötig bücken.

Berücksichtigen Sie außerdem:

  • die Höhe der verwendeten Tassen und Gläser,
  • die Öffnungsrichtung von Gerätetüren und Serviceklappen,
  • eine sichere Entnahme heißer Getränke,
  • die Körpergröße aller regelmäßigen Nutzer und
  • die Anordnung benachbarter Einbaugeräte.

Allgemeine Hinweise zu Gerätehöhen finden Sie in unserem Beitrag Ergonomische Küche planen.

Wie lässt sich das Gerät optisch integrieren?

Einbau-Kaffeevollautomaten werden häufig mit Backofen, Kompaktbackofen oder Dampfgarer kombiniert. Eine einheitliche Gerätefamilie kann Vorteile bei Design, Griffen, Displays und Bedienlogik bieten.

Die Geräte müssen jedoch nicht allein wegen einer einheitlichen Marke ausgewählt werden. Entscheidend ist, dass Funktionen, Einbaumaße und Bedienung passen. Unterschiedliche Geräte können ebenfalls harmonisch wirken, wenn Farben, Materialien und Linienführung aufeinander abgestimmt sind.

Mögliche Anordnungen sind:

  • mehrere Geräte nebeneinander,
  • Kaffeevollautomat über einer Wärmeschublade,
  • symmetrische Anordnung zu einem Kompaktgerät oder
  • eine eigenständige Kaffeestation innerhalb der Hochschrankzeile.

Die Anordnung darf nicht nur optisch geplant werden. Herstellerfreigaben, Belüftung, Einbauhöhen und sichere Bedienung haben Vorrang.

Was muss technisch geplant werden?

Vor der Gerätebestellung müssen die technischen Anforderungen des konkreten Modells geprüft werden. Dazu gehören insbesondere:

  • exakte Nischen- und Gerätemaße,
  • Stromanschluss und Absicherung,
  • Belüftung und vorgeschriebene Abstände,
  • gegebenenfalls Festwasseranschluss,
  • Zugänglichkeit für Montage und Kundendienst,
  • Tür- und Auszugsbewegungen sowie
  • die fachgerechte Befestigung im Möbel.

Bei einem Neubau oder einer umfassenden Renovierung sollte ein gewünschter Wasseranschluss frühzeitig berücksichtigt werden. Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber Küchenplanung im Neubau: Anschlüsse richtig planen.

Welche Fehler sollten Sie vermeiden?

  • Nur nach der Optik auswählen: Reinigung, Bedienung und Erreichbarkeit sind langfristig wichtiger.
  • Den Schrankplatz unterschätzen: Die Gerätenische steht nicht mehr als Stauraum oder für ein anderes Gerät zur Verfügung.
  • Das Gerät zu hoch einbauen: Wasser- und Bohnenbehälter müssen sicher erreichbar bleiben.
  • Pflegeaufwand ignorieren: Besonders das Milchsystem benötigt konsequente Reinigung.
  • Folgekosten übersehen: Filter, Reinigungsmittel und Ersatzteile sollten vor dem Kauf betrachtet werden.
  • Automatik mit Wartungsfreiheit verwechseln: Spülprogramme ersetzen nicht alle manuellen Arbeiten.
  • Den späteren Austausch nicht bedenken: Nischenmaß und Gerätegestaltung binden die Küche langfristig.
  • Festwasser zu spät einplanen: Leitungen und Anschlüsse müssen fachgerecht vorgesehen werden.

Checkliste für die Geräteberatung

  • Wie viele Kaffeegetränke werden täglich zubereitet?
  • Welche Kaffee- und Milchspezialitäten werden tatsächlich getrunken?
  • Werden häufig zwei Tassen gleichzeitig benötigt?
  • Sind individuelle Benutzerprofile sinnvoll?
  • Wassertank oder Festwasseranschluss?
  • Wie werden Wasser, Bohnen und Milch nachgefüllt?
  • Welche Teile müssen täglich gereinigt werden?
  • Ist die Brüheinheit herausnehmbar oder fest integriert?
  • Welche Verbrauchsmaterialien werden benötigt?
  • Welche Einbauhöhe ist für alle Nutzer bequem?
  • Wie lässt sich das Gerät warten oder austauschen?
  • Wird der belegte Schrankplatz langfristig akzeptiert?

Häufig gestellte Fragen zum Einbau-Kaffeevollautomaten

Lohnt sich ein Einbau-Kaffeevollautomat?

Er kann sich lohnen, wenn täglich mehrere Kaffee- oder Milchspezialitäten zubereitet werden, freie Arbeitsfläche wichtig ist und die feste Integration langfristig gewünscht wird. Für gelegentliche Nutzung ist ein freistehendes Gerät häufig flexibler.

Ist ein Einbau-Kaffeevollautomat besser als ein freistehendes Gerät?

Nicht grundsätzlich. Einbaugeräte bieten eine ruhige Optik und sparen Arbeitsfläche. Freistehende Geräte sind flexibler aufzustellen und einfacher auszutauschen. Kaffeequalität und Bedienkomfort hängen vom konkreten Modell und den Einstellungen ab.

Braucht ein Einbau-Kaffeevollautomat einen Wasseranschluss?

Viele Modelle arbeiten mit einem herausnehmbaren Wassertank. Einige Geräte oder Varianten bieten einen Festwasseranschluss. Welche Voraussetzungen benötigt werden, muss anhand des konkreten Modells geprüft werden.

Wie oft muss ein Einbau-Kaffeevollautomat gereinigt werden?

Das richtet sich nach Gerät, Getränken und Nutzung. Milchführende Teile sowie bestimmte Behälter benötigen besonders häufige Pflege. Zusätzlich fordert das Gerät in festgelegten Abständen Reinigungs- und Entkalkungsprogramme an. Maßgeblich ist die Bedienungsanleitung.

Reinigt sich ein Kaffeevollautomat vollständig selbst?

Nein. Automatische Programme erleichtern die Pflege, dennoch müssen verschiedene Teile manuell geleert, gereinigt oder kontrolliert werden. Der genaue Umfang unterscheidet sich je nach Modell.

Kann man einen Einbau-Kaffeevollautomaten nachträglich einbauen?

Das ist möglich, wenn eine geeignete Gerätenische, Stromversorgung, Belüftung und gegebenenfalls ein Wasseranschluss vorhanden sind. Möbel und Nachbargeräte müssen technisch zur gewünschten Lösung passen.

Welche Höhe ist für einen Einbau-Kaffeevollautomaten ideal?

Die ideale Höhe hängt von den Nutzern und vom Gerät ab. Bedienfeld, Auslauf, Wassertank, Bohnenbehälter und Tropfschale müssen sicher und bequem erreichbar sein. Deshalb sollte die Höhe praktisch getestet werden.

Kann ein Einbau-Kaffeevollautomat Filterkaffee ersetzen?

Ein Vollautomat bereitet Kaffee portionsweise unter Druck zu. Das Ergebnis unterscheidet sich von klassischem Filterkaffee. Wer regelmäßig größere Kannen Filterkaffee benötigt, sollte prüfen, ob das gewünschte Gerät eine geeignete Kannenfunktion bietet oder eine separate Filtermaschine sinnvoller ist.


Eine gute Kaffeestation beginnt mit ehrlicher Bedarfsplanung

Ein Einbau-Kaffeevollautomat kann eine komfortable und gestalterisch überzeugende Ergänzung der Küche sein. Er lohnt sich jedoch vor allem bei regelmäßiger Nutzung und der Bereitschaft, die notwendige Pflege konsequent durchzuführen.

Das Planungsteam von WM Küchen betrachtet deshalb nicht nur das Gerät. Wir stimmen Einbauhöhe, Schrankaufteilung, Anschlüsse, benachbarte Geräte und Stauraum gemeinsam auf Ihren Alltag ab. So entsteht eine Kaffeestation, die nicht nur auf Bildern gut aussieht, sondern dauerhaft angenehm zu nutzen ist.

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