Pfanne und Kochtopf auf einem modernen Induktionskochfeld

Kochen mit Induktion: Funktionsweise, Kochgeschirr und typische Fehler

Aktualisiert am 26. August 2026
12 Min. Lesezeit

Beim Kochen mit Induktion entsteht die Wärme direkt im Boden des Kochgeschirrs. Dadurch reagiert das Kochfeld schnell auf Änderungen der Leistungsstufe und Wasser lässt sich zügig erhitzen. Gleichzeitig verhält sich Induktion in einigen Punkten anders als ein klassisches Elektrokochfeld: Nicht jeder Topf funktioniert, hohe Stufen entwickeln sehr schnell Hitze und bestimmte Geräusche oder ein taktender Betrieb können technisch normal sein.

In diesem Ratgeber erklären wir verständlich, wie ein Induktionskochfeld funktioniert, welches Kochgeschirr geeignet ist und worauf Sie beim Kochen und Braten achten sollten.

Inhalt dieses Ratgebers

  • Wie funktioniert ein Induktionskochfeld?
  • Welche Vorteile und Nachteile hat Induktion?
  • Welches Kochgeschirr ist geeignet?
  • Warum wird ein Topf nicht erkannt?
  • Wie brät man richtig mit Induktion?
  • Wann sollte die Power- beziehungsweise Boost-Stufe verwendet werden?
  • Warum taktet oder reduziert das Kochfeld seine Leistung?
  • Welche Geräusche sind normal?
  • Wie heiß wird die Glaskeramik?
  • Welche Sicherheitsfunktionen sind sinnvoll?
  • Was muss bei der Küchenplanung beachtet werden?
  • Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert ein Induktionskochfeld?

Unter der Glaskeramik befinden sich Induktionsspulen. Wird eine Kochzone eingeschaltet und geeignetes Kochgeschirr daraufgestellt, erzeugt die Spule ein elektromagnetisches Feld. Dieses bewirkt, dass im magnetisierbaren Boden des Topfes oder der Pfanne Wärme entsteht.

Anders als bei einem klassischen Elektrokochfeld wird nicht zuerst ein Heizkörper und anschließend die Glaskeramik erhitzt. Die Wärme entsteht unmittelbar im Kochgeschirr. Deshalb reagiert ein Induktionskochfeld schnell, wenn die Leistung erhöht oder reduziert wird.

Die Glaskeramik bleibt dennoch nicht vollständig kalt. Sie wird durch den Kontakt mit dem heißen Kochgeschirr erwärmt und kann nach dem Kochen eine hohe Temperatur besitzen. Eine Restwärmeanzeige sollte daher immer beachtet werden.

Kurz erklärt: Beim Induktionskochen ist der Topf beziehungsweise die Pfanne selbst der maßgebliche Wärmeerzeuger. Ohne geeignetes Kochgeschirr kann die Kochzone keine oder nur unzureichende Leistung übertragen.

Welche Vorteile hat das Kochen mit Induktion?

Schnelle Reaktion

Änderungen der Leistungsstufe wirken sich unmittelbar auf die Wärmezufuhr aus. Das erleichtert sowohl schnelles Aufkochen als auch das rechtzeitige Reduzieren der Hitze.

Hohe Aufheizgeschwindigkeit

Wasser und Speisen können bei geeigneten Voraussetzungen schnell erhitzt werden. Eine zusätzliche Power- oder Boost-Funktion beschleunigt das Aufheizen bei vielen Geräten vorübergehend.

Gute Regelbarkeit

Die Leistung lässt sich in mehreren Stufen regulieren. Dadurch sind sowohl kräftiges Anbraten als auch schonendes Fortgaren möglich. Einige Kochfelder bieten zusätzlich Brat- oder Kochsensoren.

Geringere direkte Erwärmung der freien Kochfläche

Die Energie wird hauptsächlich in das Kochgeschirr übertragen. Nicht belegte Bereiche werden nicht aktiv wie eine klassische Strahlungsheizung aufgeheizt. Übergelaufene Speisen können deshalb auf freien Bereichen weniger stark einbrennen.

Topferkennung

Viele Geräte erkennen, ob geeignetes Kochgeschirr auf der Zone steht. Wird der Topf entfernt, unterbricht beziehungsweise reduziert das Kochfeld abhängig vom Modell die Leistungsabgabe.

Welche Nachteile sollten Sie kennen?

  • Es wird Kochgeschirr mit einem geeigneten magnetisierbaren Boden benötigt.
  • Schlechtes oder unebenes Kochgeschirr kann Wärme ungleichmäßig verteilen.
  • Bei hoher Leistung können Öl, Fett und leere Pfannen sehr schnell überhitzen.
  • Lüfter, Elektronik und Kochgeschirr können hörbare Betriebsgeräusche erzeugen.
  • Die Elektronik benötigt ausreichend Platz und eine fachgerecht geplante Belüftung.
  • Powerstufen können sich abhängig vom Gerät auf die Leistung anderer Kochzonen auswirken.
  • Anschaffung und möglicher Austausch des Kochgeschirrs können zusätzliche Kosten verursachen.

Welches Kochgeschirr ist für Induktion geeignet?

Der Boden des Kochgeschirrs muss magnetisierbar sein. Häufig geeignet sind:

  • Gusseisen,
  • emaillierter Stahl,
  • magnetisierbarer Edelstahl sowie
  • mehrschichtiges Kochgeschirr mit induktionsgeeignetem Boden.

Nicht jeder Edelstahl ist magnetisierbar. Kochgeschirr aus reinem Aluminium, Kupfer, Glas oder Keramik funktioniert ohne einen entsprechend eingearbeiteten Induktionsboden normalerweise nicht.

Wie lässt sich vorhandenes Kochgeschirr prüfen?

Ein einfacher Magnettest bietet eine erste Orientierung: Haftet ein Magnet deutlich am Topfboden, kann das Kochgeschirr grundsätzlich induktionsgeeignet sein. Zusätzlich sollte auf das Induktionssymbol und die Angaben des Kochgeschirrherstellers geachtet werden.

Der Magnettest sagt allerdings noch nichts über die Qualität des Bodens aus. Ein Topf kann erkannt werden und dennoch schlecht oder ungleichmäßig heizen.

Warum ist ein ebener Boden wichtig?

Ein möglichst ebener Boden verbessert den Kontakt zur Kochfläche und kann eine gleichmäßigere Wärmeverteilung unterstützen. Verformte Pfannen können ungleichmäßig braten, Geräusche verursachen oder von der Kochzone schlechter erkannt werden.

Welche Topfgröße ist richtig?

Der magnetisierbare Bereich des Bodens sollte zur verwendeten Kochzone passen. Ein sehr kleiner Topf wird auf einer großen Zone möglicherweise nicht erkannt. Bei Flex- oder Vollflächenkochfeldern gelten die Vorgaben des jeweiligen Geräts.

Material Grundsätzlich für Induktion geeignet? Hinweis
Gusseisen Meist ja Hohes Gewicht; vorsichtig auf der Glaskeramik bewegen
Emaillierter Stahl Meist ja Boden auf Ebenheit und Beschädigungen prüfen
Edelstahl Modellabhängig Nicht jeder Edelstahlboden ist magnetisierbar
Aluminium oder Kupfer Nicht ohne geeigneten Induktionsboden Herstellerkennzeichnung beachten
Glas oder Keramik In der Regel nein Nur speziell ausgewiesene Lösungen verwenden

Warum erkennt das Kochfeld den Topf nicht?

Wenn die Kochzonenanzeige blinkt oder keine Wärme entsteht, kommen mehrere Ursachen infrage:

  • Der Topfboden ist nicht magnetisierbar.
  • Der magnetisierbare Bereich ist für die Kochzone zu klein.
  • Der Topf steht nicht richtig auf der vorgesehenen Zone.
  • Der Boden ist stark uneben oder beschädigt.
  • Bei einer Flexzone wurde das Kochgeschirr nicht innerhalb des Erkennungsbereichs platziert.
  • Die verwendete Kochzone oder Zonenkombination wurde nicht korrekt aktiviert.

Testen Sie das Kochfeld mit einem sicher geeigneten Topf. Wird auch dieser nicht erkannt, sollte die Bedienungsanleitung geprüft beziehungsweise der zuständige Kundendienst kontaktiert werden.

Welches Induktionskochfeld passt zu Ihrem Kochalltag?

Kochfeldbreite, Flexzonen, Bedienung und Dunstabzug sollten zu Ihrem Kochgeschirr und Ihren Gewohnheiten passen. In unserer Beratung können Sie unterschiedliche Kochfeldkonzepte kennenlernen.

Induktionskochfeld beraten lassen

Wie brät man richtig mit Induktion?

Induktion stellt hohe Leistung sehr schnell bereit. Das ist beim Anbraten hilfreich, kann eine Pfanne aber auch schneller überhitzen als erwartet. Beginnen Sie deshalb kontrolliert und bereiten Sie alle Zutaten vor, bevor Sie die Pfanne stark erhitzen.

1. Geeignete Pfanne verwenden

Die Pfanne sollte einen ebenen, induktionsgeeigneten Boden besitzen und in ihrer Größe zur Kochzone passen. Ein ausreichend massiver Boden kann Wärme gleichmäßiger verteilen und starke Temperaturunterschiede reduzieren.

2. Leere Pfanne nicht unbeaufsichtigt stark erhitzen

Eine leere Pfanne kann auf hoher Induktionsleistung innerhalb kurzer Zeit sehr heiß werden. Dadurch können Beschichtung und Boden beschädigt werden. Beachten Sie die Angaben des Pfannenherstellers.

3. Nicht automatisch mit der höchsten Stufe beginnen

Die höchste Dauerstufe oder Powerfunktion ist nicht für jede Brataufgabe geeignet. Häufig reicht eine mittlere bis höhere Leistungsstufe zum Vorheizen. Die richtige Einstellung hängt von Kochfeld, Pfanne, Lebensmittel und Fett ab.

4. Temperatur rechtzeitig reduzieren

Ist die gewünschte Brattemperatur erreicht, sollte die Leistung angepasst werden. Induktion reagiert schnell, dennoch speichert die Pfanne Wärme. Eine schwere Gusseisenpfanne kühlt beispielsweise langsamer ab als dünnes Kochgeschirr.

5. Geeignetes Fett verwenden

Verwenden Sie ein für die gewünschte Temperatur geeignetes Öl oder Fett. Beginnt das Fett stark zu rauchen, ist die Temperatur zu hoch. Überhitztes Fett darf niemals unbeaufsichtigt bleiben oder mit Wasser gelöscht werden.

Praxistipp: Zutaten zuerst vorbereiten, dann die Pfanne erhitzen. So vermeiden Sie, dass eine leere Pfanne auf dem schnell reagierenden Kochfeld unnötig lange hoher Leistung ausgesetzt ist.

Was leisten Bratsensoren?

Einige Induktionskochfelder besitzen Sensorfunktionen, die eine gewählte Temperaturstufe unterstützen beziehungsweise überwachen. Das kann beim Braten empfindlicher Speisen helfen und das Risiko einer unkontrollierten Überhitzung reduzieren.

Je nach Hersteller werden Temperaturstufen, Sensorbereiche und geeignetes Kochgeschirr unterschiedlich definiert. Ein Bratsensor ersetzt daher nicht die Bedienungsanleitung und nicht jede Pfanne ist automatisch für jede Sensorfunktion geeignet.

Vor dem Kauf sollten Sie prüfen:

  • Auf welchen Kochzonen funktioniert der Sensor?
  • Welche Temperaturstufen stehen zur Verfügung?
  • Wird spezielles Kochgeschirr benötigt?
  • Wie wird signalisiert, dass die Zieltemperatur erreicht ist?
  • Passt die Bedienung zu Ihren typischen Gerichten?

Wann ist die Power- oder Boost-Stufe sinnvoll?

Die Power- beziehungsweise Boost-Stufe stellt für begrenzte Zeit eine besonders hohe Leistung bereit. Sie ist vor allem zum schnellen Erhitzen größerer Wassermengen gedacht.

Für das dauerhafte Fortkochen oder unbeaufsichtigte Erhitzen einer leeren Pfanne ist sie in der Regel nicht erforderlich. Nach dem Aufkochen sollte auf eine passende niedrigere Stufe zurückgeschaltet werden.

Warum wird eine andere Kochzone schwächer?

Abhängig von Modell, Geräteaufbau und Anschlussleistung können sich mehrere Kochzonen ein Leistungsmodul teilen. Wird auf einer Zone die Powerfunktion aktiviert, kann das Kochfeld die Leistung einer anderen Zone begrenzen oder takten.

Das Verhalten ist nicht bei jedem Induktionskochfeld identisch. Welche Zonen gekoppelt sind und wie viel Gesamtleistung zur Verfügung steht, ist der Bedienungs- und Installationsanleitung des jeweiligen Geräts zu entnehmen.

Eine reduzierte Leistung muss daher nicht zwingend auf einen Defekt hindeuten. Sie kann Teil des vorgesehenen Energiemanagements sein.

Warum taktet ein Induktionskochfeld?

Insbesondere auf niedrigen Leistungsstufen kann die Elektronik die Energie in zeitlichen Intervallen abgeben. Dabei wird die Kochzone wiederholt ein- und ausgeschaltet beziehungsweise ihre Leistung geregelt. Das wird als Takten wahrgenommen.

Je nach Gerät, Kochgeschirr und Einstellung kann dieses Verhalten unterschiedlich deutlich ausfallen. Ein gleichmäßig wärmeverteilender Topf- oder Pfannenboden hilft dabei, die gespeicherte Wärme zwischen den Leistungsimpulsen zu verteilen.

Auch eine Begrenzung der verfügbaren Anschlussleistung kann dazu führen, dass das Kochfeld die Leistung mehrerer gleichzeitig verwendeter Zonen automatisch koordiniert.

Welche Geräusche sind bei Induktion normal?

Induktionskochfelder können verschiedene Betriebsgeräusche verursachen. Häufig entstehen diese durch das Zusammenspiel von Elektronik, Kühlung und Kochgeschirr.

Brummen oder Summen

Bei hoher Leistung kann das Kochgeschirr hörbar schwingen. Mehrschichtige Böden oder bestimmte Materialkombinationen können das Geräusch verstärken.

Pfeifen oder Zirpen

Bei gleichzeitig verwendeten Kochzonen und hoher Leistung können je nach Kochgeschirr hochfrequente Geräusche auftreten. Häufig verändern sie sich, wenn die Leistungsstufe reduziert oder ein anderes Kochgeschirr verwendet wird.

Klicken

Schalt- und Regelvorgänge der Elektronik können als leises Klicken wahrgenommen werden. Auch das Takten niedriger Leistungsstufen kann hörbar sein.

Lüftergeräusch

Ein Lüfter kühlt die Elektronik unterhalb des Kochfeldes. Er kann während des Kochens anlaufen und nach dem Ausschalten noch eine Zeit lang weiterarbeiten.

Ungewöhnlich laute, neu auftretende oder von Fehlermeldungen begleitete Geräusche sollten anhand der Bedienungsanleitung geprüft werden. Im Zweifel ist der Herstellerkundendienst der richtige Ansprechpartner.

Kann ein Induktionskochfeld Speisen gleichmäßig erhitzen?

Das Kochfeld überträgt Energie in den magnetisierbaren Bereich des Kochgeschirrbodens. Wie gleichmäßig sich die Wärme anschließend verteilt, hängt stark vom Aufbau des Topfes oder der Pfanne ab.

Für ein gleichmäßiges Ergebnis sind unter anderem relevant:

  • ein ebener Boden,
  • eine zur Kochzone passende Größe,
  • eine gute Wärmeverteilung innerhalb des Bodens,
  • eine passende Leistungsstufe und
  • ausreichende Zeit zur Temperaturverteilung.

Wenn Speisen nur in einem Ring oder in einzelnen Bereichen bräunen, kann die Ursache daher beim Kochgeschirr und nicht zwingend beim Kochfeld liegen.

Flexzone oder feste Kochzonen?

Ein Kochfeld mit festen Zonen gibt klar definierte Positionen für Töpfe und Pfannen vor. Flexzonen können mehrere Induktionsbereiche zusammenschalten und dadurch längliches oder größeres Kochgeschirr aufnehmen.

Kochzonenkonzept Vorteile Zu beachten
Feste Kochzonen Klare Anordnung und häufig einfache Bedienung Kochgeschirr muss zu den vorhandenen Durchmessern passen
Flexzonen Variablere Platzierung und Kombination mehrerer Bereiche Erkennungsflächen und Mindestgrößen des Geräts beachten
Vollflächeninduktion Je nach Modell besonders freie Platzierung Preis, Bedienkonzept und maximale Zahl gleichzeitig erkannter Gefäße prüfen

Die Bezeichnungen unterscheiden sich zwischen den Herstellern. Lassen Sie sich deshalb nicht allein vom Produktnamen leiten, sondern prüfen Sie, wie viele Gefäße erkannt werden und wo diese tatsächlich platziert werden dürfen.

Wie sicher ist ein Induktionskochfeld?

Induktionskochfelder verfügen modellabhängig über verschiedene Sicherheitsfunktionen:

  • Topferkennung,
  • Restwärmeanzeige,
  • Kindersicherung,
  • Bedienfeldsperre,
  • Sicherheitsabschaltung,
  • Überhitzungsschutz und
  • Wischschutz für das Bedienfeld.

Die Kochfläche kann durch heißes Kochgeschirr und heiße Speisen trotzdem stark erwärmt werden. Topfgriffe, Dampf, Fett und überkochende Flüssigkeiten bleiben ebenfalls mögliche Gefahrenquellen.

Was gilt bei Herzschrittmachern und anderen Implantaten?

Personen mit einem Herzschrittmacher oder einem anderen aktiven medizinischen Implantat sollten die Hinweise des Implantat- und Kochfeldherstellers beachten und bei Unsicherheit ärztlichen Rat einholen. Die Gebrauchsanleitung kann dafür besondere Abstände oder Verhaltenshinweise enthalten.

Was muss bei der Küchenplanung berücksichtigt werden?

Ein Induktionskochfeld benötigt einen fachgerecht geplanten elektrischen Anschluss und ausreichend Raum für Einbau, Elektronik und Belüftung. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Modell.

Zu prüfen sind insbesondere:

  • Geräte- und Ausschnittmaße,
  • Arbeitsplattenmaterial und erforderliche Mindeststärke,
  • aufliegender oder flächenbündiger Einbau,
  • elektrische Anschlussleistung und Absicherung,
  • vorgeschriebene Lüftungsabstände,
  • Schubladen oder Backofen unterhalb des Kochfeldes,
  • Positionierung zum Dunstabzug sowie
  • ausreichende Abstell- und Vorbereitungsfläche.

Die elektrische Installation gehört in die Hände einer qualifizierten Fachkraft. Bei einem Neubau sollte die Anschlussleistung frühzeitig mit der Küchenplanung abgestimmt werden. Hinweise dazu finden Sie im Beitrag Küchenplanung im Neubau: Anschlüsse richtig planen.

Induktionskochfeld mit oder ohne integrierten Abzug?

Induktion ist sowohl mit einer klassischen Dunstabzugshaube als auch mit einem in das Kochfeld integrierten Abzug kombinierbar. Ein Muldenlüfter hält den Bereich über dem Kochfeld frei, benötigt dafür aber Platz und Technik im Unterschrank.

Eine klassische Haube verlagert die Absaugtechnik nach oben und kann je nach Grundriss ebenfalls eine sehr gute Lösung sein. Die passende Variante hängt von Raum, Kochgewohnheiten, Abluft- oder Umluftplanung und gewünschtem Stauraum ab.

Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie in unserem Ratgeber Muldenlüfter oder Dunstabzugshaube.

Welche Fehler sollten Sie vermeiden?

  • Leere Pfannen auf der höchsten Stufe erhitzen: Kochgeschirr und Beschichtung können sehr schnell überhitzen.
  • Die Powerstufe als normale Bratstufe verwenden: Sie ist vor allem für kurzfristig hohe Leistung gedacht.
  • Ungeeignetes Kochgeschirr verwenden: Nicht jeder Edelstahl-, Aluminium- oder Kupfertopf funktioniert.
  • Nur den Magnettest durchführen: Er bestätigt nicht die Qualität und Wärmeverteilung des Bodens.
  • Topfgröße und Kochzone nicht abstimmen: Zu kleine Böden können schlecht oder gar nicht erkannt werden.
  • Heiße Glaskeramik unterschätzen: Die Fläche wird durch das Kochgeschirr erwärmt.
  • Geräusche automatisch als Defekt bewerten: Lüfter, Elektronik und Kochgeschirr können normale Betriebsgeräusche erzeugen.
  • Anschlussleistung ignorieren: Energiemanagement und Powerfunktionen hängen vom Gerät und Anschluss ab.
  • Schwere Töpfe über die Fläche schieben: Kochgeschirr sollte möglichst angehoben werden, um Kratzer und Beschädigungen zu vermeiden.

Checkliste für die Kochfeldberatung

  • Welche Kochfeldbreite passt zu Ihren Töpfen und Pfannen?
  • Wie viele Gefäße werden regelmäßig gleichzeitig verwendet?
  • Sind feste Zonen, Flexzonen oder Vollflächeninduktion sinnvoll?
  • Wie verständlich ist das Bedienkonzept?
  • Werden Brat- oder Kochsensoren tatsächlich genutzt?
  • Ist das vorhandene Kochgeschirr induktionsgeeignet?
  • Wird ein integrierter Kochfeldabzug gewünscht?
  • Welche Anschlussleistung steht zur Verfügung?
  • Welche Einbau- und Belüftungsvorgaben gelten?
  • Soll das Kochfeld aufliegend oder flächenbündig eingebaut werden?

Häufig gestellte Fragen zum Kochen mit Induktion

Wie erkenne ich, ob ein Topf für Induktion geeignet ist?

Achten Sie auf das Induktionssymbol oder die Herstellerangabe. Haftet ein Magnet deutlich am Boden, ist das Kochgeschirr grundsätzlich möglicherweise geeignet. Ob es gleichmäßig heizt, hängt zusätzlich von Aufbau, Ebenheit und Qualität des Bodens ab.

Warum blinkt die Anzeige des Induktionskochfeldes?

Häufig wird kein geeignetes Kochgeschirr erkannt. Mögliche Ursachen sind ein nicht magnetisierbarer oder zu kleiner Boden, eine falsche Position oder eine nicht korrekt aktivierte Kochzone. Die genaue Bedeutung steht in der Bedienungsanleitung.

Warum schaltet mein Induktionskochfeld immer wieder ein und aus?

Auf niedrigen Stufen kann das Gerät die Leistung takten. Auch das Energiemanagement zwischen mehreren Kochzonen kann eine Rolle spielen. Das Verhalten unterscheidet sich je nach Modell und muss nicht auf einen Defekt hindeuten.

Warum wird eine Kochzone schwächer, wenn ich Boost aktiviere?

Einige Kochzonen teilen sich abhängig vom Geräteaufbau ein Leistungsmodul. Die Powerfunktion kann deshalb vorübergehend Leistung einer anderen Zone beanspruchen. Welche Zonen betroffen sind, ist gerätespezifisch.

Ist die Glaskeramik bei Induktion kalt?

Sie wird nicht auf dieselbe Weise aktiv erhitzt wie bei einem klassischen Strahlungskochfeld. Durch den heißen Topf und die Speisen kann sie dennoch sehr heiß werden. Beachten Sie die Restwärmeanzeige.

Warum macht mein Induktionskochfeld Geräusche?

Brummen, Summen, Pfeifen, Klicken und Lüftergeräusche können durch Kochgeschirr, Elektronik und Kühlung entstehen. Ändert sich das Geräusch bei anderer Leistungsstufe oder anderem Kochgeschirr, ist dies häufig ein Hinweis auf das normale Zusammenspiel der Komponenten.

Kann man eine Induktionspfanne leer vorheizen?

Nur so, wie es der Hersteller der Pfanne und des Kochfeldes vorsieht. Aufgrund der schnellen Erwärmung sollte eine leere Pfanne niemals unbeaufsichtigt oder unnötig lange auf hoher Leistung stehen.

Braucht ein Induktionskochfeld Starkstrom?

Die erforderliche Stromversorgung richtet sich nach Modell, Anschlussleistung und Installationsvorgaben. Der Anschluss muss von einer qualifizierten Fachkraft anhand der konkreten Einbausituation geprüft und ausgeführt werden.


Induktion funktioniert am besten als Gesamtsystem

Ein Induktionskochfeld kann schnell, präzise und komfortabel arbeiten. Das Ergebnis hängt jedoch nicht nur vom Kochfeld ab. Passendes Kochgeschirr, richtige Topfgrößen, eine kontrollierte Leistungswahl und ein fachgerechter Anschluss sind ebenso wichtig.

Bei WM Küchen stimmen wir Kochfeld, Dunstabzug, Unterschrank, Arbeitsplatte und elektrische Voraussetzungen gemeinsam auf Ihren Kochalltag ab. In unseren Ausstellungen können Sie unterschiedliche Bedienkonzepte und Kochzonenaufteilungen kennenlernen.

Planen Sie Ihre Küche gemeinsam mit unseren Experten

Von der ersten Idee bis zur fachgerechten Montage begleiten wir Sie bei der Planung Ihrer individuellen Küche.

Wir freuen uns, Sie zu beraten!
Ihr Team von WM Küchen

Unser Home-Service:
Gerne beraten wir auch gratis und individuell zuhause.
Vereinbaren Sie, ganz einfach, telefonisch einen Termin.
Unter folgendem Link finden sich unsere WM-Standorten und Öffnungszeiten … KLICK!

Aschaffenburg:06021/47405
Bebra: 06622/4309810
Frammersbach: 09355/970067-0
Frankenberg: 06455/7590108
Hanau: 06181/9875-0
Marktheidenfeld: 09391/915834
Würzburg: 0931/7052533-0

Service-Hotline: 09355/9744-0
 
Oder chatten Sie einfach & unkompliziert per WhatsApp mit uns:

Bleiben wir in Kontakt!

Schreinerei: Kontakformular

Bitte füllen Sie alle mit * markierten Felder aus! 
9 + 10 =